Google Classroom: Kurse, Aufgaben und Lernmaterialien an einem Ort
Unterricht besteht längst nicht mehr nur aus Heften, Arbeitsblättern und Tafelbildern. Lehrkräfte verteilen Aufgaben, Lernende geben Dateien ab, Materialien müssen gesammelt werden und wichtige Hinweise sollen alle Beteiligten rechtzeitig erreichen.
Google Classroom bringt diese Abläufe in einer zentralen Lernumgebung zusammen. Lehrkräfte können Kurse anlegen, Aufgaben verteilen, Rückmeldungen geben und Bewertungen organisieren. Schüler und Studenten sehen ihre anstehenden Aufgaben, greifen auf Kursmaterialien zu und können direkt mit Lehrkräften oder anderen Kursteilnehmern kommunizieren.
Die App richtet sich vor allem an Schulen, Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen, die Google Workspace for Education einsetzen.
Ein digitaler Kursraum für Unterricht und Lernen
Google Classroom funktioniert wie ein gemeinsamer digitaler Raum für einen Kurs.
Lehrkräfte können dort Inhalte veröffentlichen und Aufgaben bereitstellen. Lernende sehen, was erledigt werden muss, welche Materialien dazugehören und wann eine Abgabe fällig ist.
Typische Inhalte innerhalb eines Kurses sind:
- Aufgaben
- Ankündigungen
- Dokumente
- Bilder
- Videos
- Lernmaterialien
- Abgabetermine
- Kommentare
- Bewertungen
- Fragen und Antworten
Dadurch befinden sich viele wichtige Informationen nicht mehr verteilt über E-Mails, Papierzettel oder unterschiedliche Plattformen.
Kurse lassen sich in wenigen Schritten erstellen
Lehrkräfte können in Google Classroom einen neuen Kurs anlegen und Schüler oder Studenten hinzufügen.
Dafür stehen zwei typische Wege bereit.
Teilnehmer können direkt eingeladen werden oder einen Kurscode erhalten.
Dieser Code kann beispielsweise im Unterricht, per Nachricht oder über eine andere schulische Plattform weitergegeben werden.
Nach dem Beitritt erscheint der Kurs im persönlichen Classroom-Bereich des Lernenden.
Das ist besonders praktisch, wenn mehrere Klassen oder Lerngruppen parallel organisiert werden müssen.
Aufgaben werden zentral verteilt
Eine der wichtigsten Funktionen von Google Classroom ist die Aufgabenverwaltung.
Lehrkräfte können neue Aufgaben erstellen und mit verschiedenen Informationen ergänzen.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Titel der Aufgabe
- Beschreibung
- Abgabefrist
- Punkte
- angehängte Dateien
- Links
- Videos
- Dokumente
- Arbeitsblätter
Lernende sehen die Aufgabe anschließend direkt in ihrem Kurs.
So muss nicht jedes Arbeitsblatt einzeln ausgeteilt oder jede Aufgabe separat per E-Mail verschickt werden.
Abgabetermine bleiben sichtbar
Bei mehreren Fächern und Kursen können sich viele Aufgaben gleichzeitig ansammeln.
Google Classroom hilft dabei, diese Termine an einem zentralen Ort darzustellen.
Schüler und Studenten können sehen:
- welche Aufgaben offen sind
- wann eine Aufgabe abgegeben werden muss
- welche Arbeiten bereits eingereicht wurden
- welche Aufgaben möglicherweise verspätet sind
Das kann besonders bei längeren Projekten oder mehreren parallelen Kursen hilfreich sein.
Statt verschiedene Notizen oder Nachrichten durchsuchen zu müssen, befindet sich der aktuelle Aufgabenstatus direkt in Classroom.
Dokumente können direkt einer Aufgabe zugeordnet werden
Viele schulische Aufgaben bestehen heute aus digitalen Dateien.
Lehrkräfte können Dokumente, Präsentationen, Bilder oder andere Materialien direkt an eine Aufgabe anhängen.
Lernende erhalten dadurch nicht nur die Aufgabenbeschreibung, sondern auch die zugehörigen Arbeitsmaterialien.
Das kann beispielsweise sein:
- ein Arbeitsblatt als PDF
- ein Textdokument
- eine Präsentation
- ein Foto
- ein Video
- ein Link zu einer externen Quelle
Alle benötigten Materialien sind damit direkt mit der jeweiligen Aufgabe verbunden.
Google Drive spielt eine wichtige Rolle
Google Classroom arbeitet eng mit Google Drive zusammen.
Kursmaterialien wie Dokumente, Bilder oder Videos werden automatisch in passenden Drive-Ordnern abgelegt.
Dadurch entsteht eine klarere Dateistruktur.
Lehrkräfte und Lernende müssen Dateien nicht jedes Mal manuell in neuen Ordnern ablegen.
Das kann gerade bei Kursen mit vielen Aufgaben hilfreich sein.
Über längere Zeit sammelt sich schnell eine große Menge an Material an. Die Verbindung mit Google Drive sorgt dafür, dass Dateien nach Kursen und Aufgaben organisiert bleiben.
Lernende sehen ihre Aufgaben an einem Ort
Für Schüler und Studenten ist es besonders wichtig, schnell erkennen zu können, was noch erledigt werden muss.
Google Classroom zeigt offene Aufgaben gesammelt an.
Das ist hilfreich, wenn mehrere Lehrkräfte gleichzeitig Aufgaben vergeben.
Ein Lernender muss dann nicht jeden Kurs einzeln durchsuchen, um herauszufinden, welche Abgabe als Nächstes ansteht.
Die zentrale Aufgabenübersicht kann dabei helfen, den eigenen Lernalltag strukturierter zu planen.
Lehrkräfte können Arbeiten korrigieren und bewerten
Nach der Abgabe beginnt für Lehrkräfte die Korrektur.
Google Classroom stellt dafür Funktionen zur Verfügung, mit denen eingereichte Arbeiten geprüft und bewertet werden können.
Lehrkräfte können beispielsweise:
- eingereichte Dateien öffnen
- Kommentare hinzufügen
- Rückmeldungen schreiben
- Punkte vergeben
- Arbeiten zurückgeben
Damit bleibt der gesamte Ablauf von der Aufgabenstellung bis zur Rückgabe innerhalb desselben Kurses.
Papierbasierte Korrekturen sind dadurch bei vielen Aufgaben nicht mehr erforderlich.
Rückmeldungen bleiben direkt bei der Aufgabe
Feedback ist ein wichtiger Bestandteil des Lernprozesses.
In Google Classroom können Lehrkräfte Rückmeldungen direkt im Zusammenhang mit einer Aufgabe geben.
Das hat einen praktischen Vorteil.
Der Schüler oder Student sieht nicht nur die Bewertung, sondern kann die Rückmeldung direkt der entsprechenden Arbeit zuordnen.
Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Hinweise sich auf welche Aufgabe beziehen.
Auch bei späteren Überarbeitungen kann dieser Zusammenhang hilfreich sein.
Der Stream dient als gemeinsamer Informationsbereich
Google Classroom besitzt einen sogenannten Stream.
Dort können Lehrkräfte Ankündigungen veröffentlichen und Gespräche innerhalb eines Kurses anstoßen.
Der Stream eignet sich beispielsweise für:
- organisatorische Hinweise
- Terminänderungen
- Erinnerungen
- Fragen zum Unterricht
- Hinweise auf neue Materialien
- kurze Mitteilungen an den gesamten Kurs
Je nach Kurseinstellungen können auch Schüler oder Studenten Beiträge verfassen oder auf Inhalte reagieren.
Damit entsteht ein gemeinsamer Kommunikationsbereich innerhalb des Kurses.
Fragen können direkt im Kurs gestellt werden
Wenn Lernende eine Aufgabe nicht verstehen, ist eine schnelle Rückfrage oft wichtiger als eine lange E-Mail.
Google Classroom bietet dafür verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten.
Fragen können je nach Einstellung im Stream oder direkt im Zusammenhang mit einer Aufgabe gestellt werden.
Das kann besonders bei Hausaufgaben oder Distanzunterricht sinnvoll sein.
Andere Lernende sehen unter Umständen ebenfalls Antworten auf allgemeine Fragen.
Dadurch müssen Lehrkräfte dieselbe Erklärung nicht mehrfach an verschiedene Personen senden.
Ankündigungen erreichen den gesamten Kurs
Nicht jede Nachricht muss als Aufgabe veröffentlicht werden.
Für allgemeine Informationen können Lehrkräfte Ankündigungen erstellen.
Ein Beispiel wäre:
„Der Test am Freitag beginnt erst in der zweiten Stunde.“
Oder:
„Das neue Arbeitsblatt steht jetzt im Kurs bereit.“
Solche Hinweise erscheinen direkt im jeweiligen Classroom-Kurs.
Damit bleiben organisatorische Informationen von eigentlichen Aufgaben getrennt.
Unterricht kann auch außerhalb des Klassenzimmers weitergehen
Google Classroom ist nicht an einen bestimmten Raum gebunden.
Lernende können auf Kursinhalte zugreifen, solange sie mit ihrem Konto angemeldet sind und die technischen Voraussetzungen erfüllt sind.
Das kann bei verschiedenen Situationen hilfreich sein:
- Hausaufgaben
- Projektarbeit
- Krankheit
- Lernen von zu Hause
- Gruppenarbeiten
- Prüfungsvorbereitung
Auch Lehrkräfte können Aufgaben vorbereiten und Rückmeldungen geben, ohne sich zwingend im Schulgebäude zu befinden.
Papier kann bei vielen Aufgaben entfallen
Ein großer Vorteil digitaler Kursplattformen liegt darin, dass zahlreiche Arbeitsblätter und Abgaben nicht mehr ausgedruckt werden müssen.
Lehrkräfte können Materialien direkt hochladen.
Schüler oder Studenten können digitale Dateien bearbeiten und wieder einreichen.
Das kann den Papierverbrauch bei geeigneten Aufgaben deutlich reduzieren.
Natürlich lässt sich nicht jeder Unterricht vollständig digital abbilden.
Für schriftliche Übungen, praktische Aufgaben oder bestimmte Prüfungsformen kann Papier weiterhin sinnvoll oder vorgeschrieben sein.
Mehrere Kurse bleiben getrennt organisiert
Ein Schüler hat häufig nicht nur einen Kurs.
Mathematik, Englisch, Biologie, Geschichte und weitere Fächer können jeweils eigene Classroom-Bereiche besitzen.
Dadurch bleiben Aufgaben und Materialien voneinander getrennt.
Das Gleiche gilt für Lehrkräfte, die mehrere Klassen unterrichten.
Jeder Kurs kann eigene:
- Teilnehmer
- Aufgaben
- Materialien
- Ankündigungen
- Bewertungen
enthalten.
Gerade bei vielen Lerngruppen kann diese Trennung für mehr Ordnung sorgen.
Google Classroom arbeitet mit Google-Konten
Für die Anmeldung wird ein passendes Google-Konto benötigt.
In Bildungseinrichtungen handelt es sich häufig um ein von der Schule oder Hochschule bereitgestelltes Konto innerhalb von Google Workspace for Education.
Bei der App-Anmeldung kann ausgewählt werden, welches Konto mit Classroom verbunden werden soll.
Diese Auswahl ist relevant, wenn auf einem Smartphone mehrere Google-Konten eingerichtet sind.
Beispielsweise kann neben einem privaten Konto noch ein Schulkonto vorhanden sein.
Die Kontoberechtigung hat einen klaren Zweck
Google Classroom benötigt Zugriff auf die auf dem Gerät eingerichteten Konten.
Dadurch kann der Nutzer auswählen, mit welchem Konto er sich in Classroom anmelden möchte.
Das ist besonders dann wichtig, wenn mehrere Google-Konten parallel auf demselben Smartphone vorhanden sind.
Wer ein schulisches Konto besitzt, sollte darauf achten, dieses für den entsprechenden Classroom-Kurs auszuwählen.
Andernfalls kann es passieren, dass bestimmte Kurse nicht angezeigt werden.
Die Kamera kann für Aufgaben erforderlich sein
Google Classroom kann Zugriff auf die Smartphone-Kamera anfordern.
Diese Berechtigung wird benötigt, wenn Nutzer direkt über die App Fotos oder Videos aufnehmen und anschließend in Classroom hochladen möchten.
Ein Beispiel:
Ein Schüler soll ein handschriftlich gelöstes Arbeitsblatt fotografieren und als Aufgabe abgeben.
Mit Kamerazugriff kann das Foto direkt erstellt und der jeweiligen Aufgabe angehängt werden.
Auch kurze Videoaufnahmen können auf diese Weise bereitgestellt werden.
Speicherzugriff dient dem Anhängen lokaler Dateien
Die App kann ebenfalls Zugriff auf Dateien beziehungsweise den Gerätespeicher benötigen.
Damit lassen sich lokale Inhalte auswählen und hochladen.
Dazu können gehören:
- Fotos
- Videos
- PDFs
- Dokumente
- andere gespeicherte Dateien
Ohne den entsprechenden Zugriff könnte Classroom nicht auf Dateien zugreifen, die sich lokal auf dem Smartphone befinden.
Die genaue Berechtigungsstruktur hängt von der Android- beziehungsweise iOS-Version ab.
Offline-Funktionen können Speicherrechte benötigen
Laut App-Beschreibung spielt der Speicherzugriff auch bei der Offlineunterstützung eine Rolle.
Damit können bestimmte Inhalte lokal auf dem Gerät verfügbar gehalten werden.
Das kann hilfreich sein, wenn nicht jederzeit eine stabile Internetverbindung vorhanden ist.
Allerdings stehen möglicherweise nicht sämtliche Classroom-Funktionen offline zur Verfügung.
Neue Aufgaben, Änderungen, Kommentare oder Abgaben müssen in vielen Fällen später mit dem Server synchronisiert werden.
Classroom kann Dokumente, Fotos und Videos bündeln
Unterrichtsmaterial besteht nicht nur aus Text.
Deshalb können verschiedene Medienarten in einem Classroom-Kurs zusammengeführt werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- Textdokumente
- Tabellen
- Präsentationen
- Fotos
- Videos
- PDFs
- Links
Eine Lehrkraft kann dadurch unterschiedliche Lernformen innerhalb eines Kurses kombinieren.
Ein Thema kann beispielsweise mit einem Dokument erklärt, durch ein Video ergänzt und anschließend mit einer Aufgabe abgeschlossen werden.
Kommunikation bleibt beim jeweiligen Kurs
Wenn schulische Kommunikation über private Messenger läuft, vermischen sich Unterricht und persönliche Nachrichten schnell.
Google Classroom schafft einen eigenen Bereich für schulische Inhalte.
Ankündigungen, Aufgaben und Rückfragen befinden sich direkt im jeweiligen Kurs.
Das kann die Trennung zwischen privater Kommunikation und Unterricht verbessern.
Ob und wie Classroom eingesetzt wird, hängt allerdings von den Vorgaben der jeweiligen Bildungseinrichtung ab.
Keine Werbung innerhalb von Classroom
Google gibt an, dass Classroom wie die übrigen Dienste von Google Workspace for Education keine Werbung enthält.
Das ist im Bildungsbereich besonders relevant.
Lernende sollen während der Arbeit im Kurs nicht mit klassischen Werbeanzeigen konfrontiert werden.
Google erklärt ebenfalls, dass Inhalte und Daten von Schülern und Studenten nicht für Werbezwecke verarbeitet werden.
Bei schulischen Konten gelten dabei die Bedingungen von Google Workspace for Education sowie die Einstellungen der jeweiligen Bildungseinrichtung.
Datenschutz hängt auch von der Schule ab
Bei Bildungsplattformen spielen Datenschutz und Kontoverwaltung eine große Rolle.
Nicht nur die App selbst ist dabei relevant.
Auch die Schule oder Hochschule entscheidet häufig darüber:
- welche Konten eingerichtet werden
- welche Dienste aktiviert sind
- welche Daten gespeichert werden
- wer administrative Rechte besitzt
- wie lange Konten bestehen bleiben
- welche Freigaben erlaubt sind
Schüler, Eltern und Lehrkräfte können sich bei Fragen an die zuständige Bildungseinrichtung wenden.
Classroom ist Teil eines größeren Google-Systems
Google Classroom steht nicht völlig allein.
Die Plattform arbeitet mit weiteren Google-Diensten zusammen.
Besonders eng ist die Verbindung mit Google Drive.
Je nach schulischer Konfiguration können auch weitere Werkzeuge aus Google Workspace eine Rolle spielen.
Dadurch lassen sich Unterrichtsmaterialien und Dateien innerhalb einer gemeinsamen Kontostruktur verwalten.
Für Schulen, die bereits Google Workspace for Education betreiben, kann Classroom deshalb besonders gut in bestehende Abläufe passen.
Google Drive speichert Kursmaterialien automatisch
Ein häufiger Vorteil von Classroom besteht darin, dass zugehörige Dateien nicht wahllos im persönlichen Speicher landen.
Google Drive legt passende Ordner für Kurse und Aufgaben an.
Dadurch kann später leichter nachvollzogen werden, zu welchem Kurs ein Dokument gehört.
Das ist besonders hilfreich, wenn im Laufe eines Schuljahres viele Dateien entstehen.
Statt jedes Dokument manuell zu benennen und zu sortieren, übernimmt Classroom einen Teil dieser Struktur.
Abgaben bleiben digital nachvollziehbar
Bei Papieraufgaben kann schnell unklar werden, ob ein Arbeitsblatt bereits abgegeben wurde.
Digitale Aufgaben bieten hier einen anderen Ablauf.
In Classroom kann der Status einer Aufgabe sichtbar sein.
Lernende erkennen, ob eine Arbeit eingereicht wurde.
Lehrkräfte können sehen, welche Teilnehmer bereits abgegeben haben.
Das kann die Organisation besonders bei größeren Klassen verbessern.
Bewertungen können direkt zurückgegeben werden
Nach der Korrektur können Lehrkräfte eine Arbeit wieder an den Lernenden zurückgeben.
Dabei kann die Bewertung direkt mit der jeweiligen Aufgabe verbunden bleiben.
Schüler oder Studenten müssen dadurch nicht auf einen separaten Notenzettel warten.
Sie können die Rückmeldung innerhalb ihres Kurses prüfen.
Je nach Unterrichtsmodell kann diese digitale Rückgabe auch bei Überarbeitungen hilfreich sein.
Classroom eignet sich für klassische Präsenzkurse
Google Classroom wird häufig mit Distanzunterricht verbunden.
Die Plattform kann aber genauso im normalen Präsenzunterricht eingesetzt werden.
Eine Lehrkraft kann beispielsweise morgens Unterricht im Klassenzimmer halten und anschließend die Hausaufgabe digital in Classroom veröffentlichen.
Am nächsten Tag können Ergebnisse wieder im Unterricht besprochen werden.
Classroom ersetzt damit nicht zwingend den normalen Unterricht, sondern kann als begleitender Kursbereich dienen.
Auch Mischformen aus Präsenz- und Online-Unterricht sind möglich
Viele Bildungseinrichtungen kombinieren Unterricht vor Ort mit digitalen Aufgaben.
In solchen Fällen kann Classroom als verbindender Bereich dienen.
Materialien werden im Unterricht erklärt und später digital bereitgestellt.
Hausaufgaben können online eingereicht werden.
Rückmeldungen erscheinen anschließend wieder im Kurs.
Diese Form kann besonders bei Projekten sinnvoll sein, die sich über mehrere Unterrichtsstunden erstrecken.
Studenten können Classroom ebenfalls einsetzen
Obwohl häufig von Schulen gesprochen wird, ist Google Classroom nicht ausschließlich für jüngere Schüler gedacht.
Auch Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen können Kurse darüber organisieren.
Studenten können dort beispielsweise:
- Seminarunterlagen abrufen
- Aufgaben erhalten
- Dateien einreichen
- Ankündigungen lesen
- Rückmeldungen erhalten
Welche Funktionen tatsächlich eingesetzt werden, entscheidet die jeweilige Einrichtung beziehungsweise Lehrkraft.
Kurscodes vereinfachen den Beitritt
Statt jeden Teilnehmer einzeln manuell hinzuzufügen, kann eine Lehrkraft einen Kurscode teilen.
Schüler oder Studenten geben diesen Code in Classroom ein und treten dem entsprechenden Kurs bei.
Das kann gerade bei größeren Gruppen schneller sein.
Der Code sollte allerdings nur an Personen weitergegeben werden, die zum Kurs gehören.
Falls ein Code versehentlich öffentlich geteilt wurde, kann die Lehrkraft entsprechende Einstellungen prüfen oder den Code ändern beziehungsweise zurücksetzen.
Dateien müssen nicht separat per E-Mail verschickt werden
Wenn Lehrkräfte Unterrichtsmaterial per E-Mail verschicken, entstehen schnell lange Nachrichtenverläufe.
Anhänge müssen später wieder gesucht werden.
Classroom ordnet Dateien direkt dem Kurs oder einer konkreten Aufgabe zu.
Dadurch bleibt der Zusammenhang klarer.
Ein Dokument für eine Mathematikaufgabe befindet sich direkt bei dieser Aufgabe und nicht irgendwo zwischen anderen E-Mails.
Das spart vor allem bei vielen parallelen Kursen Suchaufwand.
Classroom kann bei langfristigen Projekten hilfreich sein
Nicht jede Aufgabe wird innerhalb eines Tages erledigt.
Referate, Gruppenarbeiten oder größere Projekte können mehrere Wochen dauern.
Google Classroom kann solche Aufgaben mit Fristen und Materialien begleiten.
Lehrkräfte können Informationen an einem festen Ort bereitstellen.
Lernende können später erneut darauf zugreifen, ohne alte Nachrichten durchsuchen zu müssen.
So bleibt auch bei längeren Projekten klarer, welche Unterlagen zur Aufgabe gehören.
Nicht jede Funktion hängt allein von Classroom ab
Manche Möglichkeiten unterscheiden sich je nach Konto, Gerät oder schulischer Konfiguration.
Eine Lehrkraft kann beispielsweise bestimmte Kommunikationsrechte einschränken.
Auch Administratoren einer Bildungseinrichtung können Einstellungen für Google-Dienste festlegen.
Deshalb kann Classroom an zwei Schulen etwas unterschiedlich aussehen.
Wenn eine bestimmte Funktion fehlt, muss das nicht zwingend an der App-Version liegen.
Möglicherweise wurde sie vom Administrator oder von der Lehrkraft eingeschränkt.
Eine stabile Internetverbindung bleibt wichtig
Viele Funktionen von Google Classroom basieren auf der Synchronisation mit einem Online-Konto.
Für aktuelle Aufgaben, neue Kommentare oder Datei-Uploads wird deshalb normalerweise eine Internetverbindung benötigt.
Bei langsamer Verbindung kann das Hochladen größerer Videos oder Dokumente länger dauern.
Vor wichtigen Abgaben sollte deshalb geprüft werden, ob die Datei wirklich vollständig hochgeladen und als eingereicht markiert wurde.
Das gilt besonders kurz vor einer Abgabefrist.
Große Dateien brauchen mehr Zeit beim Hochladen
Fotos und kleine Dokumente werden meist schnell übertragen.
Bei Videos oder großen Präsentationen kann das anders aussehen.
Die Dauer hängt unter anderem ab von:
- Dateigröße
- WLAN-Geschwindigkeit
- Mobilfunkverbindung
- Auslastung des Geräts
Wer eine größere Datei kurz vor Ablauf einer Frist abgeben möchte, sollte etwas Zeit für den Upload einplanen.
So lässt sich vermeiden, dass eine technisch noch nicht abgeschlossene Übertragung als verspätete Abgabe erscheint.
Benachrichtigungen helfen bei neuen Aufgaben
Je nach Einstellungen kann Google Classroom Mitteilungen über neue Aktivitäten anzeigen.
Dazu können neue Aufgaben, Kommentare oder andere Kursinformationen gehören.
Diese Benachrichtigungen können hilfreich sein, wenn mehrere Kurse gleichzeitig aktiv sind.
Wer zu viele Meldungen erhält, kann die Benachrichtigungseinstellungen prüfen.
So lässt sich festlegen, welche Hinweise tatsächlich auf dem Smartphone erscheinen sollen.
Google Classroom ersetzt nicht automatisch alle Schulwerkzeuge
Classroom deckt viele typische Aufgaben rund um Kursorganisation und digitale Abgaben ab.
Trotzdem ersetzt die Plattform nicht zwangsläufig jedes andere schulische System.
Viele Bildungseinrichtungen arbeiten parallel mit:
- Stundenplan-Apps
- Videokonferenzdiensten
- Schulportalen
- Prüfungsplattformen
- Lernmanagementsystemen
Welche Rolle Classroom übernimmt, hängt deshalb stark von der jeweiligen Schule oder Hochschule ab.
Die App ist besonders auf Kursorganisation ausgerichtet
Die Stärke von Google Classroom liegt vor allem darin, Unterrichtsinhalte, Aufgaben und Kommunikation in einem klaren Kurskontext zusammenzubringen.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- Kurse erstellen
- Teilnehmer hinzufügen
- Kurscodes teilen
- Aufgaben veröffentlichen
- Fristen festlegen
- Dateien anhängen
- Arbeiten einsammeln
- Rückmeldungen geben
- Bewertungen verwalten
- Ankündigungen veröffentlichen
- Fragen im Kurs besprechen
- Materialien über Google Drive organisieren
Dadurch erhalten Lehrkräfte und Lernende einen festen Ort für viele wiederkehrende Abläufe.
Google Classroom bringt Aufgaben, Materialien und Kommunikation zusammen
Unterricht erzeugt jeden Tag viele Informationen.
Es gibt neue Aufgaben, Abgabefristen, Arbeitsblätter, Rückfragen, Bewertungen und organisatorische Hinweise.
Google Classroom sammelt diese Elemente innerhalb klarer Kursbereiche.
Lehrkräfte können neue Aufgaben erstellen, Materialien bereitstellen und eingereichte Arbeiten prüfen. Schüler und Studenten sehen ihre offenen Aufgaben, reichen Dateien digital ein und erhalten Rückmeldungen direkt im entsprechenden Kurs.
Durch die Verbindung mit Google Drive werden viele Dateien automatisch nach Kursen organisiert.
Kurscodes vereinfachen den Beitritt, der Stream bündelt Ankündigungen und Gespräche, während die Aufgabenübersicht dabei hilft, anstehende Arbeiten im Blick zu behalten.
Damit eignet sich Google Classroom besonders für Bildungseinrichtungen, die Unterricht digital begleiten und Aufgaben, Materialien sowie Kommunikation an einem gemeinsamen Ort organisieren möchten.